Magnetresonanztomographie (MRT)

Terminvereinbarung: erforderlich

Vorbereitung: meistens erforderlich – 3 Stunden vor dem Termin nüchtern falls eine Kontrastmittelgabe geplant ist (z.B. Schädel, Oberbauch, Unterbauch, operierte Wirbelsäulen, Brustwirbelsäulen, Angiographien, Nieren).

Kontrastmittel: manchmal erforderlich – MRT-Kontrastmittel enthalten im Gegensatz zu den Röntgenkontrastmittel nicht Jod sondern Gadolinium. Allergien auf jodhältige Kontrastmittel sind daher nicht relevant, sehr selten gibt es aber auch allergische Reaktionen auf Gadolinium.

Einverständniserklärung: Das Unterschreiben einer Einverständniserklärung ist notwendig. 

Funktionsprinzip

Diese Methode arbeitet ohne Röntgenstrahlen und ohne radioaktive Substanzen. Die Untersuchung stellt kein Risiko dar und ist völlig schmerzfrei.
Die MRT ist, wie auch die Computertomographie, ein Schnittbildverfahren. Im Gegensatz zur CT werden jedoch zur Bilderzeugung keine Röntgenstrahlen verwendet, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. In der Hauptsache werden die im Körper vorhandenen Wasserstoffatome für die Bilderzeugung genutzt. Deren Kerne richten sich im Magnetfeld wie eine Kompassnadel aus. Durch Einbringen von Radiowellen nehmen sieEnergie auf und werden abgelenkt, um schließlich, nach Abschalten der Radiowellen, wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückzukehren und selbst Energie in Form von
Resonanzwellen auszusenden. Diese Signale werden von spulenförmigen Antennen aufgefangen und von leistungsstarken Computern zu Bildern umgerechnet.
Der Vorteil der MRT liegt in der hervorragenden Kontrastauflösung und der sehr guten räumlichen Auflösung, wodurch auch kleinste Veränderungen im Gewebe abgebildet werden können. Im Gegensatz zur Computertomographie können die Schnittebenen beliebig gewählt werden, also auch Längs- und Schrägschnitte aller Art angefertigt werden. Ein weiter Vorteil besteht in dem Umstand, dass zur Bilderzeugung keine ionisierenden Strahlen (Röntgenstrahlen) verwendet werden, eine schädliche Wirkung des Magnetfeldes oder der verwendeten Radiowellen ist in mehr als 15 Jahren der Anwendung der MRT nicht festgestellt worden. Daher können unter bestimmtenUmständen auch schwangere Frauen mit MRT untersucht werden.

Untersuchungsablauf

Die Untersuchung findet in einem speziellen Raum statt. Der Patient wird bequem auf einer Liege gelagert und anschließend in die röhrenförmige um-mrt
Untersuchungseinheitgefahren. Während der gesamten Untersuchungszeit steht er über 
eine Gegensprechanlage, einen Notfallknopf und durch ein Sichtfenster mit dem Röntgenassistenten in Kontakt. Während der Untersuchung muss man ruhig liegen. Da die elektromagnetischen Schaltvorgänge ein lautes Klopfgeräusch verursachen, bieten wir während der Untersuchung einen Gehörschutz (Kopfhörer oder Ohrstoppel) an. Während des Klopfens sollte man ganz entspannt liegen und Bewegungen vermeiden, da sonst die erzeugten Bilder unbeurteilbar werden. Die Untersuchungen dauern zwischen 15 und 45 Minuten.

 

Der MAGNETOM SKYRA bietet mit 3 Tesla Magnetfeldstärke eine ultrahochauflösende Bildqualität – vom Ganzkörperscan bis zum kleinsten Gelenk.

Wir haben zuletzt zusätzlich zum neu beschafften  1,5 Tesla Gerät (MAGNETOM AERA, Siemens) ein neues  MRT-Gerät, das Magnetom SKYRA von Siemens,  installiert. Damit steht nun erstmals in einem selbständigen Ambulatorium in NÖ den Patienten ein 3 Tesla Hochfeldgerät zur Verfügung – weiterhin als Kassenleistung, allerdings mit im Vergleich zu den sonstigen  Geräten in Instituten doppelt bis dreifach höherer Feldstärke (und damit Bildauflösung)!

Durch diese mutige Reinvestition (der Kaufpreis wächst durchaus in Proportion zur Feldstärke) werden die MRT-Untersuchungen qualitativ besser und für die Patienten sogar bequemer. Das großzügige Design erhöht den Durchmesser der Patientenöffnung  bei beiden Geräten von bisher 60 cm auf 70cm (um 15% ) – gleichzeitig das Platzangebot im Gerät um 27%. Dadurch bietet die Neuerwerbung Platz für Patienten jeder Körpergröße, Statur oder Erkrankung. Der kurze Magnet und die kompakte Bauweise erlauben zudem mehr Untersuchungen, bei denen der Kopf des Patienten außerhalb des Gerätes bleibt. Insgesamt ist die Untersuchung nahezu immer auch dann möglich, wenn Patienten sich in engen Räumen nicht wohl fühlen bzw. an Platzangst leiden. Untersuchungsabläufe sind sehr umfassend vorprogrammierbar, einfach und standardisiert abrufbar und daher sehr rasch durchzuführen – in der Regel verbringt ein Patient nicht mehr als 15 Minuten im Gerät. Alle Untersuchungen lassen sich individuell an den Zustand des Patienten und die klinische Fragestellung anpassen, vereinfachen die Arbeitsabläufe und ermöglichen schnellere und bessere Diagnosen. Die Klarheit der Bilder übersteigt alles, was wir bisher kannten!

 

Wichtige Hinweise

Für eine MRT benötigen Sie bei manchen Kassen eine chefärztlich BEWILLIGTE ZUWEISUNG. Aktuelle Informationen dazu finden sie hier.

Informieren Sie uns über eventuelle Metallimplantate, Metallsplitter oder vorangegangene Operationen.
Bei Patienten mit implantiertem Herzschrittmacher, mit ferromagnetischen Clips nach Aneurysmaoperationen, mit Metallsplitter im Auge oder mit elektronischen Implantaten wie Innenohrprothesen, Insulinpumpen usw. dürfen KEINE magnetresonanztomographische Untersuchungen gemacht werden!!!
Auch bei Shuntventilen nach Hydrocephalus ist Vorsicht geboten.

Einsatzgebiete

Die Haupt- Einsatzgebiete der MRT liegen in der Diagnostik von:

  • Erkrankungen des Zentralnervensystem, d.h. Gehirn und Rückenmark, in erster Linie Nachweis oder Ausschluss von Tumorerkrankungen, Gefäßmissbildungen, multipler Sklerose; Verlaufsbeobachtung nach Hirnblutung und Schlaganfall
  • Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke wie z.B. Bandscheibenvorfälle, Meniskus-, Kreuzband- oder Seitenbandverletzungen; keine andere Technik kann Weichteilstrukturen wie Muskeln, Sehnen, Bänder und Menisci so gut darstellen, wie die MRT
  • Die MRT ist die beste diagnostische Methode zur Früherkennung von Erkrankungen des Knochenmarks (Metastasen, Knochentumoren, Plasmocytom – Morbus Kahler)
  • Bei der Untersuchung von Bauch- und Beckenorganen sowie in der Brustdiagnostik (MR- Mammographie) wird die Kernspintomographie zunehmend eingesetzt
  • Bein-Becken-MR-Angiographie bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen in den Beinen

besondere Einsatzgebiete

  • MR-Arthrographie: zur genaueren Darstellung von Schulter/Hüft und Kniegelenken. Durchleuchtungsgezielt wird vor der MRT-Untersuchung in das Gelenk hoch verdünntes Kontrastmittel injiziert. Dadurch gelingt es die kleinen Strukturen im Gelenk (z.B. Labrum, Gelenkknorpel) voneinander zu trennen und auch kleinste Defekte zu dedektieren. Die MRT-Untersuchung verläuft danach wie eine „normale“ Untersuchung des Gelenks. Es wird kein zusätzliches intravenöses Kontrastmittel verabreicht.
  • Herzdiagnostik mittels MRT; Privatleistung