Ultraschall (=Sonographie)

Terminvereinbarung: erforderlich

Vorbereitung: manchmal erforderlich

um-ultraOberbauch-Sonographie: Am Tag vor der Untersuchung nur leichte Kost essen. Am Untersuchungstag nüchtern zum Termin erscheinen (nichts essen, keinen Kaffee! – nur Leitungswasser und Medikamente sind erlaubt).

Unterbauch-Sonographie: Essen Sie bitte am Tag vor der Untersuchung keine blähenden Speisen. Am Untersuchungstag nüchtern erscheinen (nichts essen, keinen Kaffee! – Medikamente sind erlaubt) und kommen Sie mit gut gefüllter Blase zur Untersuchung (1/2 Liter Leitungswasser trinken), da ansonsten die Organe des Unterbauchs nicht beurteilbar sind.

Kontrastmittel: nicht erforderlich

Funktionsprinzip

Ultraschall, auch Sonographie genannt, ist ein diagnostisches Schnittbildverfahren, bei dem Schallwellen in den Körper ausgesendet werden. Diese Schallwellen werden von den verschiedenen Gewebszellen unterschiedlich reflektiert. Als Sender und Empfänger dient der sogenannte „Schallkopf“. Aus den empfangenen Schallwellen wird ein Bild errechnet. Mit Ultraschall können nahezu alle weichen Organe (Leber, Schilddrüse, weibliche Brust, Haut, kleine Gelenke etc.) ausgezeichnet dargestellt werden. Lediglich Organe, die Kalk (Knochen) oder Luft (Lunge, Darm) enthalten, können nicht untersucht werden. Daneben gibt es noch spezielle Einsatzgebiete wie Herz-, Lymphknoten-, Schilddrüsen-, Hoden-, oder Gelenksuntersuchungen. Die Sonographie wird oft als Erstuntersuchung bzw. als sogenannte „screening“ – Methode eingesetzt, da sie für den Patienten nicht unangenehm ist und rasch und relativ kostengünstig durchgeführt werden kann.

Untersuchungsablauf

Die Untersuchung erfolgt meist in Rückenlage, manchmal auch in Bauchlage oder im Sitzen. Die Position hängt von der zu untersuchenden Körperregion ab. Bei der Untersuchung selbst wird der sogenannte Schallkopf über die zu untersuchende Körperregion geführt. Dazu wird ein Kontaktgel auf die Haut aufgetragen. Dies ist nötig um um einen direkten Kontakt zwischen dem Schallkopgf und der Haut herzustellen, Luft/Luftblasen verhindern das Eindringen der Schallwellen in den Körper (Reflexion). Der Schallkopf wird über die Untersuchungsregion geführt (manchmal ist bei einer Untersuchung der Bauchorgane dabei auch ein leichter Druck notwendig) und im Zuge dessen werden Aufnahmen abgespeichert. Manchmal werden Sie gebeten, in bestimmter Weise zu atmen oder nicht zu atmen (Oberbauch).

Bei Einsatz des „Dopplers“ z.b. zur Darstellungen der Schlagadern hören Sie das pochende Geräusch des fließenden Blutes.

Die Dauer der Ultraschalluntersuchung hängt von der Anzahl der zu untersuchenden Körperregionen ab und beträgt im Durchschnitt 5 bis 15 Minuten. Nach der Untersuchung können Sie das Gel mit einem Tuch entfernen.

Bei der Oberbauch- und Nierensonographie darf der Patient vor der Untersuchung trinken (kohlensäurehältige Getränke vermeiden!), aber nichts essen, da sich sonst die Gallenblase zusammenzieht und nicht ausreichend beurteilbar ist. Bei Patienten, die nichts gegessen haben, gelingt die Beurteilung im Ultraschall besser, da störende Gasüberlagerungen seltener auftreten.
Zur Untersuchung der Unterbauch- bzw. Beckenorgane (Unterbauch- bzw. Beckensonographie) wird eine volle Harnblase benötigt, um störende Darmschlingen etwas anzuheben und so eine Art Fenster für den Einblick zu schaffen. Die Patienten sollen vor der Untersuchung reichlich trinken und dann die Blase nicht mehr entleeren. Generell zu vermeiden sind allerdings kohlensäurehältige Getränke (Mineralwasser etc.) und blähende Speisen, da Gaseinschlüsse oder Gasansammlungen zwischen Schallkopf und den zu untersuchenden Organe erheblich stören.

Wichtige Hinweise

In dringenden Fällen werden natürlich auch unangemeldete Patienten nach Möglichkeit eingeschoben.

Einsatzgebiete

Das Einsatzgebiet der Sonographie ist so weit gefächert, dass es nicht möglich ist, alle in Betracht kommenden Krankheiten aufzuzählen. Einige Beispiele sind:

  • Gallenstein- und Nierenstein-Leiden
  • Leberzirrhose
  • Metastasensuche oder -ausschluss bei bekannter Tumorerkrankung
  • krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader
  • Erkrankungen der Prostata, der Hoden oder der weiblichen Fortpflanzungsorgane
  • Wandveränderungen der Harnblase
  • Schilddrüsenerkrankungen (Kropf)
  • unklare Schwellungen (Geschwülste) an sämtlichen oberflächlichen Stellen des Körpers
  • Hirnversorgende Gefäße – Nachweis von Einengungen bei Durchblutungsstörungen
  • vergrößerte Lymphknoten am Hals, in den Achseln und Leisten